Seit Jahren gehört der Fachkräftemangel zu den großen Herausforderungen. Vor allem die Bereiche Gesundheit, Pflege, Technik, Naturwissenschaften und Informatik sind schwer betroffen. Den Unternehmen fehlen mehrere hunderttausend Fachkräfte. Kurzfristige Gegenmaßnahmen oder „Schnellschussaktionen“ sind auf Dauer auch nicht erfolgsversprechend. Notwendig sind vielmehr langfristige Strategien, um sich als Arbeitgeber zu positionieren, qualifizierte Mitarbeiter auf das Unternehmen aufmerksam zu machen, zu gewinnen und dauerhaft zu binden.

Das Stichwort heißt positive Arbeitgebermarke bzw. Employer Branding. Während Konzerne und große Unternehmen aufgrund von üppigen Budgets mit entsprechenden Maßnahmen reagieren können, haben kleinere und mittelständische Unternehmen diese Möglichkeit oft nicht. Daher sind es vor allem mittelständische Unternehmen, die sich in Zukunft um die eigene Arbeitgebermarke kümmern sollten.  

Mitarbeiterbedürfnisse kennen
Bei der starken Konkurrenz um qualifizierte Fachkräfte (insbesondere in den Bereichen Pflege, Informatik und Naturwissenschaften) wird es immer wichtiger, sich positiv zu präsentieren und von anderen Unternehmen abzuheben. Dafür sollten Arbeitgeber genau wissen, ob ihre Mitarbeiter mit der Tätigkeit zufrieden sind und was genau sich ihre Mitarbeiter von ihnen wünschen. Insbesondere jüngere Arbeitnehmer interessieren sich auch immer mehr für Karrierechancen und Familienfreundlichkeit im Unternehmen. Die direkte Kommunikation mit den Arbeitnehmern sollte immer im Vordergrund stehen und kann gut durch regelmäßige Teammeetings und andere Teamevents gefördert werden.

Benetits für Arbeitnehmer
Benefits für Arbeitnehmer können ebenfalls ein Punkt sein, die Arbeitgebermarke zu stärken.

Zum Beispiel:

- Teamevents für Mitarbeiter
- Flexible Arbeitszeiten
- Weiterbildungsmöglichkeiten
- Kinderbetreuung
- Berücksichtigung von Work-Life-Balance
- Betriebliche Altersversorgung
- Gesundheitsmaßnahmen (wie etwa ein geförderter Yogakurs)

Arbeitgeberpositionierung: Authentisch und transparent
Insbesondere zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften (international/national) gehört die kontinuierliche Pflege einer positive besetzten Arbeitgebermarke (Employer Brand). Wie bei allen Marken ist auch die Arbeitgebermarke immer eine Kombination aus Darstellung nach außen und Qualität des „Produkts“ (wie ist die Atmosphäre des Unternehmens?). Ausschließlich die positive Darstellung nach außen kann niemals ausreichen, wenn zum Beispiel das Arbeitsklima nicht stimmt. Die Eigendarstellung und Werte, die das Unternehmen nach außen präsentiert, müssen immer auch im Unternehmen umgesetzt sein und „gelebt werden“. Wer offen mit Kritik der Mitarbeiter umgeht und Verbesserungsvorschläge ernst nimmt, kann schneller auf Probleme reagieren und diese früh beheben.

Arbeitgebermarke in der Öffentlichkeit kommunizieren
Wer sich stetig um die Pflege seiner Arbeitgebermarke kümmert, kann die Personalgewinnung erheblich vereinfachen und gleichzeitig der Fluktuation an Mitarbeitern entgegenwirken. Damit das Engagement für die Mitarbeiter auch nach außen und für andere Bewerber sichtbar wird, könnte der Arbeitgeber beispielsweise auch eigene Mitarbeiter zu Arbeitgeberbewertungen animieren oder den Unternehmensauftritt in Social Media für Berichte über Mitarbeiter, Weiterbildungen und andere Firmenevents nutzen.

Sollten Sie Fragen zum Thema „Kommunikation der Arbeitgebermarke“ haben oder Unterstützung benötigen, beraten wir Sie gerne (info@almira-consulting.com).